ERDBEBEN AUF HAITI

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22. Januar 2010

SUCH- UND RETTUNGSEINSATZ BEIM ERDBEBEN AUF HAITI

Die GEA-Such- und Rettungsgruppe, die beim Erdbeben auf Haiti fünf verschüttete Menschen lebendig ausfindig machen konnte, ist am 22. Januar nach Hause zurückgekehrt. In der 105. Stunde nach dem Erdbeben hat das Team ein 7 jähriges Mädchen Namens Arielle Cassandra Ely und ein 33 jähriges männliches Katastrophenopfer Namens Lamy Jasme aus den Trümmern lebendig geborgen. Im Verlauf der Arbeiten wurden in der 108. Stunde nach dem Erdbeben die 41jährige Mireille Boulos Dittmer und in der 125. Stunde der 40jährige IndraLa Fontainund in der 126. Stunde die 30jährige Jean Philippe lebendig geborgen. Unser Team hat diesen Einsatz gemeinsam mit der Such- und Rettungsgruppe aus Süd-Florida (South Florida Task Force-2) durchgeführt. Das GEA-Such- und Rettungsteam hat im Verlauf die Maßnahmen zur Organisierung der menschlichen Hilfe in der Region unterstützt.


TAGEBUCH DES HAITI-EINSATZES DER GEA

Gleich nachdem am 12. Januar 2010 die ersten Angaben über das Erdbeben der Stärke7 inHaiti, das um 17:05 Uhr örtlicher Zeit (13. Januar 2010 00:05 Uhr türkischer Zeit) sich ereignete, bekannt  wurden, hat das GEA-Team mit den erforderlichen Vorbereitungen begonnen und in der Folge des internationalen Hilferufes, seinen Einladungsbrief zur Einreise in das Land erhalten. Ein 9-köpfiges Team hat in kurzer Zeit die Vorbereitungen für den Einsatz abgeschlossen und die erforderlichen Materialen bereitgestellt.

Am Donnerstag, den 14. Januar 2010 hob das Linienflugzeug der Air France um 09.00 Uhr türkischer Zeit in Richtung Port Au Prince, der Hautstadt Haitis, in der sich die Katastrophe ereignet hat, ab. Da der Port Au Prince-Flughafen in Haiti außer Betrieb war, hat unser Team mit zwei zeitgleichen Flügen die Flughäfen Punta Cana und Santa Domingo um 19:00 Uhr (mit Zeit der Dominikanischen Republik) erreicht.

Unser Team ist am 15. Januar 2010 von Santa Domingo nach Port Au Prince in Haiti gefahren und hat durch Anweisung der örtlichen Zuständigen im Umfeld der Trümmer des Einkaufszentrums Carribean mit den Untersuchungen begonnen. Nachdem in Erfahrung gebracht wurde, dass die Such- und Rettungsteams, die zuvor in diesen Trümmern gesucht hatten, unter den Trümmern 4 Personen geborgen haben, wurden von den lokalen Verantwortlichen Informationen über den letzten Stand der Dinge eingeholt. Die Angaben, dass sich unter den Trümmern weitere lebendige Personen befinden, wurden ausgewertet, und das GEA-Team begann in den Trümmern des Einkaufszentrumserneut mit Such- und Rettungsarbeiten.

Die letzte Situation an den Trümmern, die strukturelle Analyse wurden ausgehend von den geborgenen und vorhandenen Gebäudeplänen bewertet und mögliche Eingangsstellen in den Trümmerhaufen ermittelt. Nachdem Antworten auf akustische Signale erfolgten, wurden die Arbeiten demgemäß intensiviert fortgesetzt.

Die Tunnelgrabungen unseres Teams am Trümmerhaufen dauerten am 16.Januar 2010 bis in die frühen Morgenstunden an. Danach gesellte sich zu ihnen die 40-Mann starke Such- und Rettungsgruppe aus Süd-Florida (South Florida Task Force-2) mit ihrer Ausstattung, um ihnen bei der Bergung der Opfer zu helfen. AmSonntag, den 17. Januar2010, inder 105. Stunde nach dem Erdbeben konnten das 7-jährige Mädchen Arielle Cassandra Ely und der 33-jährige Lamy Jasme aus den Trümmern lebendig geborgen werden. Die Arbeiten dauerten an, und in der 108. Stunde konnte die 41-jährige Mireille Boulos Dittmer, in der 125. Stunde der 40-jährige Indra La fontain, und in der 126. Stunde die 30-jährige Jean Philippe lebendig geborgen werden. Dem folgte die Abräumung um den Trümmerhaufen, um an verschiedenen Stellen neue Abhörungen durchzuführen. Danach wurden die Such- und Rettungsarbeiten an diesem Trümmerhaufen eingestellt. Im weiteren Verlauf der Aktionen unterstützte unser Team die Hilfsarbeiten und übergab die Medikamente und die gesundheitlichen Hilfsmittel, die es für die Opfer der Katastrophe  gesammelt hatte, der “CliniqueMaternite de PetionVille”.

Am Mittwoch, den 20. Januar 2010 besuchte unser Team das Generalkonsulat von Haiti in der Dominikanischen Republik und weitere Behörden, um sich über die Maßnahmen für menschliche Hilfe in den folgenden Tagen zu informieren und eine Planung aufzustellen. Am Donnerstag, den 21. Januar machte sich unser Team mit einem Linienflugzeug auf den Rückweg in die Heimat.


DAS HAITI-EINSATZTEAM DER GEA

Name                                Aufgabe im Team                    Beruf
Umut Dinçşahin              GEA-Koordinator                            Soziologe
Kadir Erkan                       Team-Koordinator                          Qualitäts-Manager
Cem Behar                         Team-Führer                                    Notfall-Manager
İbrahim Doğru                 Logistik                                               Techniker
Betül Ergün                       Sozialhilfe und Rehabilitierung                Spezialist für Öffentlichkeitsarbeit
Zeynep Gül Ünal             Gebäudespezialist                          Architekt
MihricanBal                      Erste Hilfe-Beauftragte                Krankenschwester
Caner Kalaycı                    Techniker, K9-Ausbilder              Geschäftsdirektor
Nazım Özdemir                Such- und Rettungstechniker                    Maschineningenieur


DER UN-BERICHT VOM 15. JANUAR

Die von der MINUSTAH (UN-Stabilisierungsprogramm für Haiti) per Hubschrauber durchgeführte Besichtigung ergab, dass einige Gebiete bis zu 50% bzw. gänzlich betroffen sind und einige Gebäude völlig eingestürzt sind. Die Schadensermittlung der ganzen Region wird Tage in Anspruch nehmen.

In der Stadt Port-au-Prince sind Jacmelund Carrefour vom Erdbeben betroffen. Die durchschnittliche Bevölkerungszahl in  Port-au-Prince beträgt 2,8 Millionen, und in der Region sind insgesamt 3,5 Millionen Menschen von diesem starken Beben betroffen. Die Anzahl der Verletzten in den medizinischen Versorgungsstellen steigt ständig an. Zahlreiche Opfer sind obdachlos bzw. sind immer noch unter den Trümmern. Die Anzahl der Todesopfer steht noch nicht fest. Drei bedeutende Krankenhäuser sind eingestürzt, und die restlichen Krankenhäuser weisen Aufgrund unzureichender Kapazität die Verletzten zurück.

Es sind keinerlei Wasserquellen vorhanden. Das Kommunikationsnetz ist zusammengebrochen und der Strom ist ausgefallen. Die Zuständigen sind gegen Plünderung und weitere Verbrechen gewarnt worden. Damit zusammenhängend berichteten die Medien, dass aus einem eingestürzten Gefängnis Häftlinge geflohen sind. Bis jetzt ist die Sicherheitslage immer noch ruhig.

Die Priorität für menschliche Hilfe liegt momentan bei der Unterstützung der Such- und Rettungsarbeiten.Es besteht ein Bedarf an Teams für schwere Such- und Rettungseinsätze. Lebensmittel, sauberes Wasser und Hygiene sowie Notunterkünfte sind als dringender Bedarf aufzuzählen. Es ist zu erwarten, dass der Bedarf nach der Situationsbewertung ansteigen wird.  Die sich an offenen Plätzen versammelnde Bevölkerung verlässt Port-au-Prince in Richtung anderer Regionen auf Haiti.

Der Flughafen wird ausschließlich zu Zwecken menschlicher Hilfe und für Militärflüge genutzt. Fehlender Kraftstoff und die fehlende Unterstützung bei der Entladung der Hilfsgüter zählen zu den wichtigsten Problemen. Die Luftfahrzeuge müssen in der Lage sein, mit ihrem mitgebrachten Kraftstoff wieder zurückkehren zu können. Die MINUSTAH hat damit begonnen, Lastwagen und Lasthebegeräte am Flughafen zu platzieren. Der Hafen ist gänzlich außer Betrieb, nachdem drei Kräne völlig zerstört sind. Die Verkehrsstaus auf den Straßen und die Trümmerhaufen behindern die allgemeine Mobilität und die Rettungsarbeiten.

INSTITUTIONEN, DIE DEN HAITI-ERDBEBEN EINSATZ DER GEA UNTERSTÜTZT HABEN

DIREKTORAT DES TÜRKISCHEN KATASTROPHEN- UND NOTFALL-MANAGEMENTS

BP
P&G
SWISS OTEL ISTANBUL
SWISS OTEL ANKARA
EYÜBOĞLU
İETT
FLUGHAFEN ISTANBUL ATATÜRK
STADTVERWALTUNG ÜSKÜDAR
NEVADA ELEKTRONİK
MEDYA TAKİP MERKEZİ
BTA CATERING SERVICES
AUM PASTANELERİ
ULUSOY ÇİÇEKÇİLİK

UNSER BESONDERER DANK GILT

DIE GANZE PRESSE DER TÜRKEI UND DER WELT